„Ein hörgeschädigtes Kind ist kein Kind, das nicht hören kann, sondern eines, das dabei ist, hören zu lernen.“

Morag Clark, 1989

Alle Eltern wünschen sich ein gesundes Kind, sie malen Zukunftspläne, stellen sich vor, wie es wächst und gedeiht, wie sie mit ihm reden, ihm die Welt erklären, seine Fragen beantworten, ihm vorlesen, mit ihm spielen…

Doch was, wenn die Diagnose „Hörschädigung, Gehörlosigkeit, Taubheit oder Schwerhörigkeit“ gestellt wird? Wird das Kind für immer aus der „hörenden Welt“ ausgeschlossen sein? Wird es je das Zwitschern von  Vögeln entdecken, eine Feuerwehr vorbei fahren oder ein Flugzeug hören, das in der Luft fliegt? Wird es in der Lage sein, Kinderlieder zu singen oder vorgelesenen Geschichten zu lauschen? Bedeutet eine Hörbeeinträchtigung, dass die ganze Familie die Gebärdensprache erlernen muss, um mit dem Kind umfangreich kommunizieren zu können?

Fragen wie diese stellen sich viele Familien nach der Diagnose Hörschädigung.

Normal hörende Kinder erwerben die Fähigkeit zu lautsprachlicher Kommunikation im Allgemeinen dadurch, dass sie in einer Umgebung mit gesprochener Sprache aufwachsen. Der Schriftspracherwerb erfolgt dann später in der Schule. Wie kann aber ein Kind mit Hörschädigung Lautsprache erlernen?

Viele Eltern sind besorgt, unglücklich und hilflos wenn sie erfahren, dass ihr Kind kein normales Hörvermögen hat. Die meisten von ihnen werden zum ersten Mal mit diesem Thema konfrontiert. Das Bedürfnis nach Sicherheit  in Bezug auf Zukunftspläne, Bildungschancen und das, was aus der elterlichen Sicht unter einem „glücklichen Leben“ verstanden wird, ist in diesem ersten Moment in Frage gestellt und ruft häufig große Ängste hervor.

Sich mit dem Thema zu beschäftigen ist ein erster Schritt. Sich klar zu machen, dass es verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation gibt, ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Lautsprache, Gebärdensprache, unterstützende Gebärden? Was möchte ich für mein Kind  und für meine Familie?

Fast alle Kinder können mit Hilfe von perfekt angepassten Hörgeräten ihre Umwelt akustisch wahrnehmen. Ob diese technische Versorgung ausreicht, um Lautsprache über das Hören zu erwerben, muss herausgefunden  werden. Wird in der interdisziplinären Zusammenarbeit deutlich, dass die Hörverstärkung der Hörgeräte nicht ausreicht, um dem Kind einen leichten Spracherwerb über das Hören zu ermöglichen, so besteht in Deutschland die Möglichkeit einer medizinischen Versorgung mit Cochlea-Implantaten (CI). Vielen Kindern ist dann bei optimaler Anpassung der CI´s, intensiver therapeutischer Unterstützung, sowie einem hohen elterlichen Engagement ein altersentsprechender Lautspracherwerb über das Hören möglich.

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